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1 Die Lage

Krieg. Klimakrise. Flucht und Vertreibung. Was das mit uns zu tun hat? Viel.

Kriege, Krisen und Katastrophen haben weltweite Folgen und machen nicht an unseren Landesgrenzen halt. Sie wirken sich auch bei uns in der Schweiz aus.

Als kleines, aber international stark vernetztes Land, ist die Schweiz auf stabile globale Verhältnisse angewiesen. Wenn wir in Sicherheit und Wohlstand leben wollen, müssen wir auch dazu beitragen, dass Menschen weltweit Perspektiven auf ein Leben in Frieden und Würde haben. Und wir brauchen eine starke internationale Gemeinschaft, die gemeinsam Verantwortung trägt.

Genau deshalb engagieren sich die Schweizer Hilfswerke gemeinsam mit ihren Partnern weltweit für Perspektiven, Sicherheit und Hoffnung. Im Interesse der Menschen weltweit und in unserem eigenen Interesse.

2 Haltlose Zeiten

Die Klimakrise kennt keine Grenzen

Dürren, Überschwemmungen und andere Katastrophen zerstören Lebensgrundlagen und verschärfen bestehende Krisen. Was heute Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika erleben, trifft immer öfter auch uns. Die Schweizer Hilfswerke unterstützen Menschen weltweit dabei, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und die Ursachen der Klimakrise konsequent anzugehen, bevor es zu spät ist.

Die Folgen von Kriegen treffen auch uns

Kriege und Gewalt erschüttern ganze Regionen und traumatisieren ganze Generationen. Die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Folgen reichen weit über die Konfliktgebiete hinaus – auch bis zu uns. Die Schweizer Hilfswerke stärken mit ihren lokalen Partnern die Grundlagen für Frieden, Stabilität und ein selbstbestimmtes Leben. Denn Sicherheit entsteht dort, wo Menschen Perspektiven haben.

Was Menschen zur Flucht zwingt, betrifft auch uns

Die allermeisten Menschen verlassen ihre Heimat nicht grundlos. Vielmehr fliehen sie, weil sie Hunger und Not erleidenoder weil sie gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben werden. Weltweit sind Millionen von Frauen, Männern und Kinder auf der Flucht – das verunsichert auch viele Menschen bei uns.  Das muss nicht sein, wenn alle Menschen Perspektiven für die Zukunft haben. Die Schweizer Hilfswerke fördern weltweit Bildung, Gesundheit, Einkommensmöglichkeiten und Mitbestimmung. So entstehen Chancen, die Menschen eine Zukunft in ihrer Heimat ermöglichen.

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3 Wie Halt entsteht

In Stabilität zu investieren, kostet weniger, als Krisen zu bekämpfen

Konflikte, Klimakrise, Armut und Vertreibung betreffen Millionen von Menschen. Gleichzeitig geraten die Grundlagen einer friedlichen und gerechten Welt zunehmend unter Druck: Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und demokratische Werte. Gemeinsam Lösungen zu kreieren, wird immer schwieriger. Immer häufiger setzt sich das Recht des Stärkeren durch.

Halt entsteht nicht von selbst. Er wächst dort, wo Menschen füreinander einstehen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an einer besseren Zukunft arbeiten. Dort, wo Menschen nicht wegschauen und sich nicht entmutigen lassen. Auch in der Schweiz.

Weltweit sind Millionen Menschen Teil einer aktiven Zivilgesellschaft: Sie leisten Hilfe, verteidigen Menschenrechte oder stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und sie stärken damit auch jene globale Verlässlichkeit, auf die eine offene, vernetzte und erfolgreiche Schweiz angewiesen ist.

4 Unser Beitrag

Wir sind viele

Wir, die Schweizer Hilfswerke, sind Teil dieses grossen Netzwerks von engagierten Menschen und Organisationen.

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen engagieren wir uns jeden Tag dafür, Menschen Halt zu geben: Nicht mit Almosen, sondern mit Bildung, Gesundheit, Einkommensmöglichkeiten und Mitbestimmung. Wir arbeiten mit den betroffenen Menschen zusammen, damit sie ihre Zukunft selbst gestalten können. Gemeinsam bauen wir von unten und mit vielen kleinen und grösseren Initiativen an einer stabilen Welt. Schritt für Schritt.

Wir stehen gemeinsam für globale Stabilität, Sicherheit und Perspektiven ein in einer Zeit der Unsicherheit und Instabilität. Wir setzen uns ein für Halt in haltlosen Zeiten – weltweit und in der Schweiz. Mit langfristigem Engagement, Verlässlichkeit und einem klaren Bekenntnis zur internationalen Zusammenarbeit.

Rund 40 SCHWEIZER HILFSWERKE haben sich in der Kampagne «Halt in haltlosen Zeiten» zusammengeschlossen.

Zusammen setzen wir über 2’400 PROJEKTE weltweit um.

Gemeinsam erreichen wir direkt und indirekt mit unserer Arbeit über 81 MILLIONEN MENSCHEN.

5 Projekthighlights

Das tun wir

Embaga Ratib
Uganda

Perspektiven auf der Flucht

«Wenn wir Geflüchtete wirklich willkommen heissen wollen, müssen wir bereit sein, zu teilen. Deshalb habe ich einen Teil meines Landes gegeben – damit eine andere Familie leben kann.»

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Ariana Soliz
Bolivien

Perspektiven in der Klimakrise

«Ich habe die Waldbrände hier in Ascensión de Guarayos hautnah miterlebt. Besonders wütend macht mich, dass die meisten Brände durch Nachlässigkeit oder unverantwortliche Rodungsarbeiten verursacht sind. Deshalb kann ich nicht tatenlos zusehen, wie unser Zuhause abbrennt.»

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Svitlana Shevchenko
Ukraine

Perspektiven im Krieg 

«Irgendjemand muss das Land wieder aufbauen. Niemand weiss, was kommen wird, und viele Frauen werden etwas anderes arbeiten und Verantwortung übernehmen müssen. Das ist für unser Land wichtig.» 

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